Montag, 8. August 2016

A hurricane: Monday Thoughts #40 Everything's changes but you



Veränderungen. 
Sie begleiten uns ein Leben lang. Sie halten unsere Welt im Gleichgewicht. Und doch fürchten wir uns Menschen vor dem Neuem, vor dem Verschwinden des Altbekannten, vor dem Älter werden, vor dem Loslassen. Warum eigentlich?

Grundsätzlich verbindet man doch mit dem Thema "Veränderung," das Negative. Verschlechtern. Doch Veränderungen bringen nicht  immer etwas Nachteiliges mit sich. Veränderungen können auch bedeuten, das Altbekannte aus einer neuen Perspektive zu betrachten, zu überdenken und etwas daran zu ändern, um es zu verbessern.

Blicke ich zurück, gab es einige Veränderungen in meinem Leben. Doch waren die allesamt schlecht? Meine Einschulung, das erste Haustier, die erste Reise... soweit ein ganz normales Aufwachsen. Natürlich gab es auch viele negative Veränderungen, wie der Verlust von geliebten Menschen oder meiner Gisi, die Rebellion gegen die Eltern, der Auszug, der Bruch mit der Familie. Jede noch so kleine Veränderung hat mich bestimmt geprägt. Waren diese Veränderungen grundsätzlich schlecht für mich? Bin ich nicht derselbe Mensch, wie damals mit all meinen Gedanken, Einstellungen und Empfindungen, - nur eben etwas älter? Sollte ich mich nun mehr benehmen, reifer sein oder anders denken? Oder sollte ich mich auch genauso verändert haben, wie die Welt um mich herum es getan hat?

"Ein Haus bauen und Kinder kriegen," steht beispielsweise auf der persönlichen Wunschliste meiner Mutter für mich ganz ganz oben. Erwidert man dies mit einem strikten "Nein, Mama. Wir möchten keine Kinder," bekommt man zu hören: "Früher hast Du immer so schön mit Puppen gespielt. Du hast Dich ganz schön zum Negativen verändert." Bei einem anderen Thema, schallt es dann jedoch: "Du bist noch genauso stur wie früher. Du hast Dich kein Stück geändert." Was ist also richtig? Möchte ich mich überhaupt geändert haben? 

Natürlich gehören Veränderungen auch bei unserem Charakter eine Rolle. So spielt man als kleines Mädchen gern mit Puppen, um dann als Erwachsene festzustellen, dass man mit Kindern nichts anzufangen weiß. Man zelebriert als Jugendliche eine bestimmte Lebenseinstellung, um dann für sich zu erkennen, es ist doch nicht mehr das Richtige für einen selbst. Man möchte als Kind einen bestimmten Beruf erlernen, um dann festzustellen, dass der Weg dahin zu schwierig werden wird. Veränderungen... Doch hat es mich selbst, - meine Person wirklich verändert?

Fakt ist: Ich möchte noch viele Veränderungen in meinem Leben erleben. Auch wenn die eine oder andere bestimmt schmerzhaft sein wird oder unbequem. Veränderungen gehören zu unserem Dasein einfach dazu. Sie lassen uns erkennen, dass wir am Leben sind. Das wir fühlende Wesen sind. Das wir Liebe, Freude, Wut, Schmerz und Trauer verarbeiten können. Nur lassen wir nicht zu, dass sie uns als Person verändern! 

Habt alle eine schöne Woche, 

eure, 

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