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Freitag, 15. Januar 2016

Book Launch: Das Bildnis des Dorian Gray


Autor: Oscar Wilde
Flexibler Einband: 560 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum Erstausgabe: Juli 1890
Verlag : Anaconda

Autoren-Porträt von Oscar Wilde
Der Ire Oscar Wilde, geb. 1854 in Dublin, studierte erst am Trinity College in Dublin, dann in Oxford, wo er sich mehr und mehr einem Ästhetizismus zuwandte, den er nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben zum Maß aller Dinge machte. 1884 heiratete er in London; zwei Söhne wurden geboren. In den folgenden Jahren entfremdete er sich zunehmend von seiner Frau und wurde sich wohl seiner homoerotischen Neigungen deutlicher bewusst. Gleichzeitig nahm sein Ruhm stetig zu; in rascher Folge entstanden Essays, sein einziger Roman 'Das Bildnis des Dorian Gray', die Märchen, Erzählungen und mehrere Theaterstücke. Viele ziehen mit dem Buch und seiner Figur DorianGray eine Verbindung zu seinem damaligen Geliebten John Gray der wohl auch verantwortlich für die Namensgebung der Hauptfigur sein soll. 1895 wurde er wegen seiner Liebesbeziehung zum jungen Lord Alfred Douglas in einen Prozess mit dessen Vater verwickelt, der ihm zum Verhängnis wurde: Wilde wurde zu Zwangsarbeit verurteilt und war nun gesellschaftlich, aber auch künstlerisch erledigt. 1897 aus seiner Einzelzelle entlassen, floh er nach Frankreich, unternahm noch einige Reisen und starb 1900 resigniert in Paris.

Erste Sätze
Starker Rosenduft durchströmte das Atelier, und als ein leichter Sommerwind die Bäume im Garten hin und her wiegte, kam durch die offene Tür der schwere Geruch des Flieders oder der feinere Duft des Rotdorns.

Klappentext
Mit seinem Werk "Das Bildnis des Dorian Gray" wurde Oscar Wilde zum Skandal und Kriminalfall viktorianischer Endzeit. Der unzensierte Text diente als Beweismittel der Anklage, als dem Autor wegen Homosexualität der Prozess gemacht wurde.

Rezesion

Es gibt Bücher, die kennt man einfach.

Man muss sie nicht gelesen haben, um grob zu wissen, worum es geht.

„Das Bildnis des Dorian Gray“ ist so ein Buch, dass man zu kennen meint und es irgendwann auch mal lesen möchte, aber es dann doch irgendwie nie tut. Ich wollte es einfach mal lesen, da ich zuletzt den Film gesehen hatte und gerne das Buch als Vergleich haben wollte.

Beim Lesen des „Dorian Gray“ hatte ich mehr und mehr die Absicht Wildes erkannt, die Figuren in eine bestimmte Schublade zu stecken. Die Figur des Lord Henry, der Gray nach und nach in seine dekadente Welt der Lasterhaftigkeit einführt, steht für den typischen dekadenten Gentlemen: Reich, sehr gebildet, ein Ästhet, gelangweilt und mit lockeren Moralvorstellungen, die den strengen Sitten der gerade verfallenden Viktorianischen Ära provokant gegenüber stehen. Dabei ist er jedoch stets wortgewandt und selbstironisch. Steht er vielleicht auch ein wenig für das Böse, oder sogar den Teufel?

Als er nun den jungen und naiven Dorian Gray kennenlernt ist er nicht nur von dessen außergewöhnlicher engelsgleichen Schönheit beeindruckt, sondern auch von dessen Reinheit und Naivität. Dorians Charakter ist anfangs unverdorben und zugleich ohne erkennbare Charaktereigenschaften (abgesehen von einer ersten Neigung zur Egozentrik.) Lord Henry ist bei der Fertigstellung des "meisterhaften" Gemäldes von Dorian dabei und ab hier nimmt er auch bereits Einfluss auf ihn – macht ihm glaubhaft, dass nur Jugend und Schönheit wirklich erstrebenswert sind und das Gemälde ihm somit etwas voraus habe.
Angestiftet von Henrys Denkweise und verflucht Dorian sein Bildnis und seine eigene vergängliche Schönheit. Doch es erscheint kein Teufel oder böser Geist, wie man es in Gruselfilmen erwarten würden, sondern es passiert zunächst nichts. Dorian nimmt das Gemälde in sein Haus und beginnt einen lasterhaften Weg einzuschlagen.

Der vorsichtige Basil Hallward ist ein Künstler, der in Dorian seine Muse sieht. Er vergöttert Dorian und seine jugendliche Schönheit. Er ist eifersüchtig auf alle, die etwas mit Dorian zu tun haben, fast schon als wäre er verliebt in Dorian. Später distanziert der Maler sich von Dorian und ist schockiert über dessen wahres Ich.

Mich hat es von nun an sehr überrascht und beeindruckt, wie Wilde völlig auf Gruselelemente und mystische Elemente verzichtet und ganz logisch und kühl eine Verbindung von äußerer Schönheit und seelischer Reinheit zieht. Dorian scheint nach der Erkenntnis, dass seine Handlungen keine Folgen für ihn haben werden, erst so richtig in Fahrt zu kommen.

Eigentlich ein genialer Gedanke!
Wie würden wir uns verhalten, wenn unser Verhalten keine körperlichen und seelischen Folgen hätte?

Im Falle Dorian Gray muss es es natürlich in einer Katastrophe enden.

Fazit
Mit „Das Bildnis des Dorian Gray“ gelingt es Oscar Wilde, dem Leser auf eindrucksvolle Weise die allzu oft unterschätzten Gefahren des Genusses am Beispiel des unverdorbenen jungen und außerordentlich schönen Dorian aufzuzeigen, dessen unersättlicher Drang nach immer neuen Vergnügungen sein Leben beherrscht. Unfähig, seine Sucht zu zügeln und dem schädlichen Einfluss, den sein zynischer Freund Lord Henry Wotton auf ihn ausübt, zu entkommen, taumelt Wildes Protagonist schließlich wie ein Getriebener durch das Leben. Befreit von der warnenden Stimme des äußerlichen Verfalls, gibt es nur einen Spiegel seines wahren Gesichts: sein an seiner Stelle alterndes Porträt. Als sein Gewissen verbannt er dieses aus seinem Leben und bleibt der engelsgleiche Junge, der er vorher war – äußerlich. Innerlich zerfressen, holt ihn jedoch bald die Last seiner Sünden ein.  Ein wunderbarer Klassiker, oftmals etwas langatmig zu lesen, aber dennoch durchauseine "Sünde" wert. :)               



Sonntag, 19. Juli 2015

Book Launch: Joan Lindsey - Picnic at Hanging Rock



Autor: Joan Lindsay
Flexibler Einband: 285 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 1967
Verlag : Deutscher Taschenbuchverlag GmbH München










Erste Sätze 
Ein jeder war der Meinung, dass der Tag wie geschaffen war, um ein Picknick am Hanging Rock zu veranstalten. Ein strahlender, warmer Sommermorgen, kein Lüftchen regte sich, die Zikaden zirpten während des gesamten Frühstücks in den Bäumen vor den Fenstern des Speisesaals, und die Bienen summten über den Stiefmütterchen, die die Auffahrt säumten.

Samstag, 20. Juni 2015

Book Launch: Victoria Holt - The Pride of the Peacock




Autor: Victoria Holt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 1976
Verlag : Heitbaub, Bad Homburg 








Samstag, 14. März 2015

Book Launch: Ottfried Preußler Krabat



Autor: Ottfried Preußler             
Flexibler Einband: 255 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1971
Verlag : Thienemann 


Erste Sätze
Die Mühle im Koselbruch. Es war in der Zeit zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag. Krabat, ein Junge von vierzehn Jahren damals, hatte sich mit zwei anderen wendischen Betteljungen zusammengetan und obgleich Seine allerdurchlauchtigste Gnaden, der Kurfürst von Sachsen, das Betteln und Vagabundieren in Höchstderoselben Landen bei Strafe verboten hatten (aber die Richter und sonstigen Amtspersonen nahmen es glücklicherweise nicht übermäßig genau damit), zogen sie als Dreikönige in der Gegend von Hoyerswerda von Dorf zu Dorf: Strohkränze um die Mützen waren die Königskronen; und einer von ihnen, der lustige kleine Lobosch aus Maukendorf, machte den Mohrenkönig und schmierte sich jeden Morgen mit Ofenruß voll.

Samstag, 7. März 2015

Book Launch: Audio Book - Ethan Cross "Racheopfer"

Einen schönen Samstag Mittag wünsche ich euch!

Knapp 4 Tage hat es gebraucht, bis ich die Vorgeschichte von Francis Ackermann Jr. im Zug angehört habe. Wie hat mich das Hörbuch zurückgelassen? Um es mit einem Wort zu sagen: enttäuscht. Viel zu wenig Spannungsaufbau, viel zu viel drum herum und der Sprecher der für meinen Geschmack die Hauptdarstellerin stets falsch ausgesprochen hat.



Autor: Ethan Cross
Gesprochen von: Thomas Balou Martin
Spieldauer: 02 Std. 40 Min.                  
ungekürzt Hörbuch
Veröffentlicht:07.10.2013
Anbieter: Lübbe Audio


Erste Sätze
Francis Ackerman junior blickte in das hübsche Gesicht der Reporterin. Asiatisch-amerikanische Merkmale vermischten sich mit einem europäischen Einschlag und ließen die Züge der jungen Frau exotisch und vertraut zugleich erscheinen.


Samstag, 14. Februar 2015

Book Launch: There and back again ... (Lord of the Rings)



 
 
 
Es gibt bereits so viele Buchvorstellungen über Tolkiens "Herr der Ringe," da möchte ich nicht auch noch eine schreiben. Eine recht gute und Umfangreiche Vorstellung gibt es z.B. hier.
 
Aber ich möchte euch aus meiner Sicht sagen, ob sich das Lesen des dicken "Wälzers" überhaupt lohnt.
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