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Montag, 8. August 2016

A hurricane: Monday Thoughts #40 Everything's changes but you



Veränderungen. 
Sie begleiten uns ein Leben lang. Sie halten unsere Welt im Gleichgewicht. Und doch fürchten wir uns Menschen vor dem Neuem, vor dem Verschwinden des Altbekannten, vor dem Älter werden, vor dem Loslassen. Warum eigentlich?

Grundsätzlich verbindet man doch mit dem Thema "Veränderung," das Negative. Verschlechtern. Doch Veränderungen bringen nicht  immer etwas Nachteiliges mit sich. Veränderungen können auch bedeuten, das Altbekannte aus einer neuen Perspektive zu betrachten, zu überdenken und etwas daran zu ändern, um es zu verbessern.

Blicke ich zurück, gab es einige Veränderungen in meinem Leben. Doch waren die allesamt schlecht? Meine Einschulung, das erste Haustier, die erste Reise... soweit ein ganz normales Aufwachsen. Natürlich gab es auch viele negative Veränderungen, wie der Verlust von geliebten Menschen oder meiner Gisi, die Rebellion gegen die Eltern, der Auszug, der Bruch mit der Familie. Jede noch so kleine Veränderung hat mich bestimmt geprägt. Waren diese Veränderungen grundsätzlich schlecht für mich? Bin ich nicht derselbe Mensch, wie damals mit all meinen Gedanken, Einstellungen und Empfindungen, - nur eben etwas älter? Sollte ich mich nun mehr benehmen, reifer sein oder anders denken? Oder sollte ich mich auch genauso verändert haben, wie die Welt um mich herum es getan hat?

"Ein Haus bauen und Kinder kriegen," steht beispielsweise auf der persönlichen Wunschliste meiner Mutter für mich ganz ganz oben. Erwidert man dies mit einem strikten "Nein, Mama. Wir möchten keine Kinder," bekommt man zu hören: "Früher hast Du immer so schön mit Puppen gespielt. Du hast Dich ganz schön zum Negativen verändert." Bei einem anderen Thema, schallt es dann jedoch: "Du bist noch genauso stur wie früher. Du hast Dich kein Stück geändert." Was ist also richtig? Möchte ich mich überhaupt geändert haben? 

Natürlich gehören Veränderungen auch bei unserem Charakter eine Rolle. So spielt man als kleines Mädchen gern mit Puppen, um dann als Erwachsene festzustellen, dass man mit Kindern nichts anzufangen weiß. Man zelebriert als Jugendliche eine bestimmte Lebenseinstellung, um dann für sich zu erkennen, es ist doch nicht mehr das Richtige für einen selbst. Man möchte als Kind einen bestimmten Beruf erlernen, um dann festzustellen, dass der Weg dahin zu schwierig werden wird. Veränderungen... Doch hat es mich selbst, - meine Person wirklich verändert?

Fakt ist: Ich möchte noch viele Veränderungen in meinem Leben erleben. Auch wenn die eine oder andere bestimmt schmerzhaft sein wird oder unbequem. Veränderungen gehören zu unserem Dasein einfach dazu. Sie lassen uns erkennen, dass wir am Leben sind. Das wir fühlende Wesen sind. Das wir Liebe, Freude, Wut, Schmerz und Trauer verarbeiten können. Nur lassen wir nicht zu, dass sie uns als Person verändern! 

Habt alle eine schöne Woche, 

eure, 

Montag, 13. Juni 2016

A hurricane: Monday Thoughts #39 When will we learn to appreciate animals?




Einen guten Montagmorgen, wünsche ich euch!

Geht es euch auch so, dass ihr momentan gelähmt seid, von so vielen schlimmen Bildern die in der Welt passieren? Ich überlege mir mittlerweile sogar meinen Facebook Account zu löschen. Freunde mit denen ich in Kontakt bleiben möchte, sind eh in meinem Handy gespeichert. Bilder über Essen, Urlaubsorte und den immer wiederkehrenden Selfies sind auf Dauer auch irgendwie langweilig. Was mich viel mehr erschüttert, ist der scheinbar tägliche respektlose Umgang mit dem Leben allgemein und vor allem dem Leben von Tieren.


Bilder von Hundewelpen die mit Belustigung einer Phyton zum Frass vorgeworfen werden, am Baum aufgehängten Hunden, bei lebendigen Leib geschredderten Küken oder mit einem Auto zu Tode geschliffenen Katzen lassen mich oft weinend und unverstanden zurück. Sind das wirklich nur noch Einzelfälle? Oder habe ich nicht das Gefühl, dass diese Bilder immer mehr und auch immer grausamer werden? Wann hat der Mensch den Respekt vor Tieren verloren? Oder gab es ihn niemals?

Wenn man die aktuelle Weltlage betrachtet, ist natürlich eh momentan der Wurm drin. Es wird auch bestimmt nicht besser werden. Der höfliche Respekt untereinander, gegenüber Frauen, oder bestimmten Kulturen ist aktuell mal wieder auf dem Tiefpunkt angelangt. Sollte es mich also verwundern, dass das Leben von wehrlosen Geschöpfen noch weniger respektiert wird?

So viele Tierarten sind bereits auf der sog. roten Liste. Viele unserer Kinder werden bald wunderschöne Tiere wie den Koalabären, den Pandabären oder den Amur-Tiger nicht mehr in freier Wildbahn oder in Zoos bestaunen können. Bei vielen anderen Tierarten sieht es ähnlich aus. Elefanten und Nashörner werden nach wie vor wegen ihrer Stoßzähne oder ihres Horns wahllos abgeschlachtet. Ein neuer Volkssport für versnobte Reiche ist es nun auch noch, nur noch aus Trophäen Geilheit Löwen, Elefanten und Nashörner (sprich, aus Langeweile & "weil wir es eben können") zu erschießen. Shitstorm: ja, aber wurde dieses wahllose Töten auch gerichtlich geahndet? Warum wird beispielsweise die Strafe für Tierquälerei immer noch in so wenig Geld aufgewogen? Eine getötete trächtige Stute wurde mit 1500 € bestraft, doch was ist mit den Besitzern die das arme Tier vorgefunden haben? Einfach ein neues Pferd kaufen und das Geschehene vergessen?


Dabei sind Tiere so dankbar, wenn man sie gut behandelt. Ich brauche nur in das Gesicht meiner Katzen zu schauen, wenn ich sie beachte, sie streichle oder mit ihnen spiele. Tiere kennen keinen Neid, keinen Hass, keine Missgunst. Sie töten um zu überleben. Ihr Instinkt sagt ihnen, dass sie überleben und ihre Art schützen müssen. Kein Tier würde ein anderes aus Grausamkeit töten, aus Gewinnbringung oder gar aus Langeweile.

Hier scheint wohl die Tierwelt nach wie vor dem Menschen einiges voraus zu haben...?
Wann fangen wir endlich damit an, die Natur und ihre Lebewesen zu schätzen?

Habt eine schöne Woche,

eure


Montag, 18. April 2016

A hurricane: Monday Thoughts #38 You're my best friend



Guten Morgen ihr Lieben, 

kennt ihr das? Ein kleiner Streit, ein Missverständnis und schon ist aus mit einer langen Freundschaft. Man hat sich auf einmal nichts mehr zu sagen, geht sich aus dem Weg. Die Person die einen jahrelang begleitete, ist auf einmal wie ausradiert. Ich musste vor einigen Jahren diese schmerzhafte Erfahrung machen. 


Gestern nach einer gefühlten Ewigkeit, - um genau zu sein nach drei Jahren, traf ich mich wieder, das erste Mal seit dem. Und auf einmal war alles wieder da. Dieselbe Vertrautheit, dasselbe gemeinsame Lachen. Was haben wir bloß getan? Was ist überhaupt passiert? 



Lange saßen wir da, und waren über uns selbst verärgert, es überhaupt soweit kommen zu lassen. Wir schworen uns, niemals wieder sollte so etwas zwischen uns kommen. 



Gedanken fegten durch meinen Kopf. Das Leben ist mittlerweile so kostbar geworden. Wer weiß wie lange man selbst noch auf diesen wunderbaren Planeten bleiben darf, und dann machen wir es uns selbst schwer, meist nur durch gekränkte Eitelkeit. Anstatt zum Telefon, oder Handy zu greifen, oder uns in das Auto zu setzen, um ein klärendes Gespräch zu führen, lassen wir es lieber zu, dass so viel Zeit uns trennt. Verletzt zieht man sich in sein Schneckenhaus zurück, um Wunden zu lecken und im Selbstmitleid zu baden. Was sind wir Menschen doch für egoistische Bastarde! 



Eines ist mir gestern bewusst geworden:

Freundschaft, ist genau wie die Liebe ein so sensibles Pflänzchen, welches immer wieder neuer Pflege bedarf. Man darf sie nicht als selbstverständlich ansehen. Man muss sich immer wieder neu mit ihr arrangieren. Aber wenn man das tut, ist sie das Wertvollste was unser Leben zu bieten hat!




Oh, you're the best friend 
That I ever had 
I've been with you such a long time 
You're my sunshine 
And I want you to know 
That my feelings are true 
I really love you 
(Ooh) Oh, you're my best friend


Habt eine wunderbare Woche!

Xoxo, 





Montag, 21. März 2016

A hurricane: Monday Thoughts #37 Stay true to yourself


Hallo ihr Lieben,

jeden Morgen sehe ich sie in der Bahn, im Lidl oder auf der Straße. Die ZARA/KORS/Nike - tragendenden Schulmädels, Marke „Einheitsbrei.“ Oft macht sich meine Arbeitskollegin über sie lustig, da sie alle gleich aussehen. Lange Haare, eine enge blaue und wichtig: hochgekrempelte Jeans, dieselben Nike Air Max. Und egal, wie kalt es ist, die Knöchel müssen einfach frei sein. An der Kasse vom Lidl auf die Reaktion, nicht sofort in die Schlange eingereiht worden zu sein, dann der Satz zu einer der dreien: „Du Opfa!“ Ich pruste in diesem Moment los, denke aber im Nachhinein, darüber nach, wie traurig es wohl ist für Außenstehende die Situation zu betrachten. Vom schlechten Wortschatz mal abgesehen….

 



Wo ist sie hin?
Die Individualität, die Kreativität, das „Anders sein zu wollen?“ We, against the World?

Da gab es in meiner Klasse den schwarz tragenden Marilyn Manson Fan, den coolen Punk, den Nerd, den Streber oder die reiche Markenträgerin. Man freute sich über Helly Hansen Jacken, Arafat Tücher oder Fruit of the Loom Rucksäcke! Kein Mädel traute sich mit einer Designer Handtasche über den Schulhof, um nicht als „reiche Bitch“ (sorry, für das böse Wort) abgestempelt zu werden. Klar, haben sich die Zeiten geändert. Es wird viel mehr auf Marke, Qualität und Status geachtet, á la Sparkassen Slogan. Dennoch vermisse ich dabei echt das individuelle Erscheinungsbild. Oder liegt es einfach nur am Alter?

Ich kann mich erinnern, ich stolzierte damals stolz mit meinem schwarzen Gothic Mantel über den Schulhof. Niemals, wäre mir in den Sinn gekommen, den gleichen Look haben zu wollen wie meine Schulkameradinnen. Klar, gab es hier und da auch mal Neid und Missgunst. Schaue ich mir aber alte Schulfotos an, sehe ich aber ganz klar verschiedene, individuelle Stile und Persönlichkeiten. Eben Einzigartigkeit!

Schauen wir uns heutzutage Modezeitschriften an, sehen wir Tipps uns Ratschläge, wie wir unseren persönlichen Look unterstreichen können. Persönlicher Look … Ja, aber wo? Heißt es doch überall in jedem Blog, auf jedem Instagram Foto: „ZARA…“ Nichts gegen die Marke! Ich habe auch einige schöne Teile von ZARA. Schaue ich mir jedoch einige Insta Accounts an, sehe ich denselben Modestyle, dieselben Bilder, eben leider denselben Einheitsbrei… Darüber bin ich ein wenig enttäuscht! Es gibt so viele wundervolle Menschen, und Persönlichkeiten. Warum unterstreichen sie nicht ihren eigenen wunderbaren Look, anstatt wie andere ausschauen zu wollen?

Die Amerikanerin Matilda Kahl, nahm sich beispielsweise die ewige morgendliche Überlegung, was sie morgens anziehen sollte, zum Anlass aus diesem Kreis auszubrechen und wurde so zu einem Vorbild von vielen Frauen. Sie kaufte 15 identische Blusen und 6 Businesshosen und ein schwarzes Lederband, um Ihr Outfit aufzupeppen. Jeden Tag trug sie dasselbe Outfit. Was die Einen als viel zu Extrem empfanden, empfanden jedoch die Meisten als toll, da sie sich zwar aus dem allgemeinen „Großraum - Gehabe“ zurückgezogen hatte, aber dennoch ihr eigenes Outfit für sich entdeckte.





Was ist also richtig?

Ich denke, eine gesunde Mischung aus Beiden. Wir Menschen sind so, dass wir Dinge toll finden, die wir selbst nicht haben. Dennoch sollten wir nicht aufgeben unsere Individualität auszuleben. Unseren Modestil für uns entdecken und ihn zu unserem Vorteil nutzen. Denn das macht uns erst zu „Menschen!“

Eine schöne kurze Woche & bleibt nachdenklich!

Xoxo,





 

 

Montag, 14. März 2016

A hurricane: Monday Thoughts #36 Is blogging out?

Guten Morgen, meine Lieben,

ihr wundert euch bestimmt warum ich lange keinen Post geschrieben habe. Leider hatte ich momentan viel um die Ohren und auch irgendwie dann keine Muse mich abends noch aufzuraffen. Ich hoffe ihr seid mir nicht böse.

Aktuell kursieren überall Beiträge über das Thema „Ist Bloggen Out.“ Ich war ein wenig entsetzt, da ich mich gefragt habe, wie man das bloggen mit Apps wie Instagram oder Snapchat  komplett austauschen könnte. Auch möchte ich mich hier nicht unbedingt ausschweifend anschließen, da ich der Meinung bin, hier gibt es schon zu viele Bloggerinnen die sich diesem Thema angenommen haben.


Nur soviel:
Für mich ist Instagram und Bloggen zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe. Die einen sind die glänzenden Lackpumps, die anderen sind die bequemen Nike. Warum? Weil viele Instagram nutzen, um hier ihre schöne perfekte Welt vorzustellen. Es gibt ein „sehen und gesehen werden.“ F4F, LikesforLikes, etc. Viele Follower gleich = erfolgreich / beliebt? Ich mag es durchaus, mir die vielen schönen Bilder, Einrichtungen und Schminkfotos anzuschauen. Aber kenn ich damit die Menschen hinter dem Profil? Meistens nicht, außer man kannte sie bereits vorher. Anders ist es beim bloggen. Man lernt die Menschen hinter dem Blognamen kennen. Redet mit ihnen, als würde man sich schon ewig kennen. Tauscht sich über Produkte aus und lernt das ein oder andere neue Produkt kennen. Eine tolle und wertvolle Erfahrung, die ich mit Instagram nicht wirklich umsetzen kann. Ich finde beide wichtig und toll auf ihre Art. Sie können sich durchaus auch ergänzen, wenn man über Instagram auf ein Blog Review aufmerksam machen möchte. Ich möchte aber ganz deutlich betonen, dass für mich bloggen niemals out sein wird. Ich mag es einfach viel zu sehr auf anderen Blogs zu stöbern und mich mit anderen Mädels online auszutauschen.

Wie denkt ihr?
Ich wünsche euch ein wunderbare Woche!

Xoxo,

Montag, 22. Februar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #35 Save vegan the world?

Guten Tag ihr Lieben,

Super-Food, Veganismus oder Hashtags mit #HealtythroughtheWorld, sind aktuell in aller Munde.

Im TV, in Zeitschriften, auf Plakaten, in der Kantine - überall werden wir heute mit dem Thema "vegane Ernährung" konfrontiert und schon fast „belästigt“. Einige nervt das Thema schon, andere kommen ins Grübeln und ein paar springen sogar auf den Zug auf. Ein heutiges Gespräch, geführt mit einer Kollegin im Zug, nehme ich einmal zu Anlass um euch zu fragen: "Nervt es wirklich schon, Vegan zu sein?"

Ich gebe zu, vieles an dem "veganen Leben" verstehe ich nicht, und kann es für mich persönlich auch nicht wirklich annehmen. Tiere werden durch das alltägliche "Eier legen" und "gemolken werden," nicht gequält und auch nicht ausgebeutet. Im Gegenteil. Hier auf Qualität und gute Haltung zu achten, wäre für mein Dafürhalten bereits vollkommen ausreichend. Gänzlich auf Milch - und Eierprodukte zu verzichten, ist meiner Meinung nach mehr als übertrieben. Dennoch möchte ich die Einstellung weder verteufeln und auch nicht gleich an mir abprallen lassen.

Vorurteile dominieren
„Ein Mann braucht Fleisch!“, „Vegan ist nicht gesund - Mängel sind vorprogrammiert!“, „Veganer wollen einen moralisieren.“ Dies sind nur einige Sprüche, die Veganer zu hören bekommen. Viele Menschen mögen Veganer nicht und haben Vorurteile. Denn ist vegan immer gleich gesund?

Viele Forscher kommen durchaus zu dem Ergebnis, dass eine Ernährung mit wenigen oder am besten keinen tierischen Nahrungsmitteln die Gesundheit fördert und Krankheiten, wie Diabetes Typ 1, Krebs oder Osteoporose mindern würde. Anders denke ich bei Kindern. Ein Kind komplett auf Milchprodukte und Eiweiß verzichten zu lassen, stelle ich mir nicht gesund vor, wenn ich nur an den Knochenwachstum denke. Außerdem kann ich aus leidvoller Erfahrung einer Bekannten sagen, dass es überhaupt nicht schön ist, als einziges Kind immer in der Öffentlichkeit kein Eis essen zu dürfen.

Aber es geht nicht nur darum, ob nun vegan gesund ist, sondern vor allem um die Folgen des hohen Fleischkonsums für Tiere, Menschen und Umwelt. Immer wieder führen uns Skandale das Ausmaß des Leids der Tiere vor Augen. "Geiz ist geil," herrscht mittlerweile auch im Fleischkonsum und im Handel. Denn normal verdienende Menschen können sich das teure Steak vom Fleischer nicht täglich leisten. Und anstatt den Fleischkonsum einzuschränken und lieber auf Qualität zu achten, geht es nur noch darum, so viel wie möglich günstig auf den Teller zu bringen. Für mich ein aktuelles Beispiel: Felljacken möchte keiner öffentlich tragen aber überteuerte Lammfellschuhe sind immer noch in großer Mode, ohne sich darüber bewusst zu sein, welches Leid eigentlich für die Tiere dahinter steht.

Veganer haben nichts zu essen
Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der wir Essen und Bekleidung bequem von Zuhause, online oder mal eben um die Ecke ordern können. Wir müssen uns auch nicht mehr einen klugen Plan ausdenken, denn heute gehen mutige Jäger in den Supermarkt und sammeln bereits Erlegtes aus der Tiefkühltheke.

Doch, auch wenn uns heutzutage mehr Essen als früher zur Verfügung steht als wir eigentlich benötigen und wir im Idealfall nicht mal mehr einen Schritt vor die Tür setzen müssen, ist es heutzutage dennoch einfacher sich ungesund zu ernähren, als gesund. Salat und Gemüse ist teurer denn je geworden und vielen anderen Menschen ist die Vielfallt der Speisen gar nicht mal bewusst. Heute weiß ich was Quinoa, Matcha, Chia Samen, oder gepufftes Amaranth ist. Denn, ich habe durch den scheinbaren Trend "Vegan zu sein," viele neue Lebensmittel kennengelernt, die für eine abwechslungsreiche Küche sorgen.

Nervt es vegan zu sein?
Meine Arbeitskollegin hatte ein Frühstück ausgegeben mit ausschließlich veganen Produkten. Ich musste feststellen, es schmeckt und man wird auch durchaus satt. Viele meiner Kollegen nervt es jedoch, immer wieder mit dem Thema "fleischlos" konfrontiert zu werden. "Sie spricht nur noch über Essen." Zugegeben, meine Kollegin möchte ihr Wissen über die gesunde Küche auch gerne weitergeben. Einigen stört dies, vor allem, wenn man sich in der Pause gerade ein schönes belegtes Leberwurstbrot in den Mund schieben möchte. Dennoch sollte man nicht gleich alles schlecht reden und nicht mal das ein oder andere auch einfach mal aus Neugier ausprobieren.

Auch ich werde wahrscheinlich niemals wirklich auf Fleisch verzichten, - dafür mag ich Salami und Schinkengriller viel zu sehr. Jeder trägt die Verantwortung, für das, was er isst und tut selbst - das kann und will ich auch niemandem abnehmen. Aber ein bisschen Nachfragen und zum Nachdenken anregen, kann ja nicht schaden. Vegan zu leben ist sehr leicht, es lässt sich ohne Probleme in den Alltag integrieren. Es bringt aber sicherlich bereits schon etwas, den eigenen Lebensmittelkonsum zu hinterfragen und weiterhin kritisch zu betrachten.

Denken wir an Berthold Brecht's Worte:
„So viel ist gewonnen, wenn auch nur einer aufsteht und Nein sagt.“

Was denkt ihr über das Thema, vegan zu sein? Ist es nur ein Trend oder würde es unsere Welt nachhaltig verbessern?

Eure,





 


Montag, 15. Februar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #34 Love me, wherever you are





Heute morgen in den Spiegel geschaut und da ist es wieder, dieses Gefühl. Das Gefühl das einem lähmt und mutlos macht. Lange wollte ich es aus meinem Kopf verbannen und trotzdem ist es wieder da, sogar noch lauter als früher: „Das geht doch besser“. Ich könnte doch mehr sein, besser sein, schöner sein oder mehr Leistung bringen, oder? Die Gesellschaft und ich, wir wollen immer mehr von mir. 

Ich will mich endlich lieben


Ich bin nicht dick und war es noch nie. Ich hatte schon immer ein „normales“ Essverhalten, trotzdem ich als Kind recht dünn war. Ich habe Kurven und bin sogar stolz darauf. Size Zero war ich noch nie und möchte es auch nicht werden. Und trotzdem ist da diese Unzufriedenheit, die ich der Vernunft halber schon 100 Mal verbannt habe, weil ich weiß, dass kluge Frauen nicht so denken. "Sind das etwa Dellen, das sind doch keine Dellen, oder? Und woher kommt schon wieder diese Falte?" Wenn mir ein solcher Gedanke durch meinen Kopf schießt, will ich mich am liebsten selbst ohrfeigen. Bin das ich? Ist das die gleiche Person, die sonst für Mut und Individualität plädiert? Bin ich tatsächlich so oberflächlich, ist mir mein Aussehen wirklich so wichtig? Es gibt doch tausend andere Dinge, die mir viel mehr bedeuten! 

Ich will endlich meinen Körper als DAS ansehen, was er auch ist: Als einen phantastischen Apparat, über den jeder einzelne von uns sehr dankbar sein sollte. Ich sollte endlich anfangen mich und meinen Körper zu lieben, so wie er nun mal ist. Nur manchmal fällt mir das eben schwer.

Ich denke du kennst sie auch, die Tage an denen irgendwie nichts so laufen will, wie du es dir wünschst? An denen du nach dem Duschen vor dem Spiegel stehst und alles an dir irgendwie "imperfekt" ausschaut? Selbst Modemarken wie Esprit haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.


Die Gesellschaft


Leider leben wir  in einer Leistungsgesellschaft. In einer Gesellschaft, die uns ständig einredet, wie wir uns verbessern können. Wie wir noch besser, schöner, erfolgreicher und beliebter werden können. Der perfekte Körper, der perfekte Partner, der perfekte Job, das perfekte Heim, - á la Sparkassen Werbung. Unzählige Beispiele auf Instagram machen es uns doch auch bereits vor. Perfekt trainierte und wunderschöne Menschen die scheinbar jede Woche Urlaub machen können und uns in "hellen perfekt retuschierten Fotos" anstrahlen. Wir kaufen uns Magazine, die uns einreden, wie wir besser und erfolgreicher werden können. Wir schauen uns im Fernsehen Sendungen an, wo viele hübsche Menschen um den EINEN perfekten Partner buhlen müssen. Wir vergleichen uns mit anderen Menschen auf der Straße und wollen alles daran setzen um ebenso perfekt zu werden. Wir hungern, treiben uns an unsere Grenzen, verwehren unserem Körper sogar worauf er eigentlich Lust hat... Das kann doch alles also nicht so schwer sein, oder? Perfektionismus - wohin man nur schaut. Ein Makel wird entweder versteckt, korrigiert oder einfach weggelächelt.

Manchmal ist es dann verdammt schwer sich mit Anfang dreißig in dieser Gesellschaft, die aus uns kleine Supermenschen machen will, so zu akzeptieren wie man ist. Eigentlich sollte mich so etwas völlig kalt lassen. Ich habe einen perfekten gesunden Körper, den perfekten Partner, einen sicheren Job.  Ich werde doch geliebt, so wie ich bin. Man schätzt meine Art, meine Hilfsbereitschaft oder meine Einstellung. Alles viel viel wichtigere Eigenschaften als nur perfekt zu sein. Ich muss mich nur endlich wieder darauf besinnen!

In diesem Sinne, habt eine hoffentlich besinnliche Woche!

Eure,





Montag, 8. Februar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #33 Grow old with we

Seelentherapie mit meinem kindlichen Spiegelbild Teil 2
Tom Odell - Grow Old with Me


Einen wunderschönen guten Morgen, meine Lieben!

Heute morgen schaue ich in den Spiegel und sehe ein Mädchen im Körper einer Frau. 34 Jahre alt werde ich in ein paar Monaten, dabei fühle ich mich gerade mal wie 19. Gedanken schießen mir durch den Kopf. Habe ich mein bisheriges Leben so gelebt wie ich wollte? Habe ich alles richtig gemacht? 

"Was Du hörst noch Tabaluga, und die drei Fragezeichen?" schallt es mir durch den Kopf. Ab welcher Grenze ist man eigentlich erwachsen? Muss man überhaupt erwachsen werden? Ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen, als ich über Wiesen gesprungen bin, mit meiner großen Schwester aufgeregt vor dem Kaugummi-Automaten stand oder im Streit von meiner Mutter aus der Wohnung geworfen wurde. Damals war ich glücklich. Auch jetzt bin ich irgendwie glücklich. Nur anders. Ich habe meine Erfahrungen gesammelt, kann Menschen einschätzen, so dass sie mir nicht mehr wehtun können. Ich habe meine Freunde sorgfältig gewählt und Dinge und Menschen die schlecht für mich sind, aussortiert. Bin ich deswegen gleich erwachsen? Manchmal möchte ich noch immer das Kind sein, was Sorgenlos durchs Leben hüpfte. Was an Märchen, Elfen und an Einhörner glaubte. 

Der große Michael Joseph Jackson sagte einmal über seine Neverland Ranch:
"In einer Welt, die mit Hass gefüllt ist, müssen wir uns trauen weiter zu hoffen. In einer Welt, die mit Zorn gefüllt ist, müssen wir uns trauen zu trösten. In einer Welt, die gefüllt ist mit Verzweiflung, müssen wir uns trauen zu träumen. In einer Welt, die gefüllt ist mit Misstrauen, müssen wir uns trauen zu glauben." 




Zum Glück bin ich mit einem Mann verheiratet, der ebenfalls irgendwie noch Kind ist. Der Spaß haben will. Der das Leben nicht immer so ernst nimmt. Er hat mir beigebracht, dass ich jetzt wirklich lebe. Das mein Leben, trotz der Verantwortung morgens aufzustehen, schön sein kann. Das man dennoch über dumme Dinge lachen kann, seine Einhörner sehen und über Wiesen springen kann. Ich möchte alt werden, steinalt sogar, und ich freue mich auf das "leben!" Aber nur, wenn ich dabei weiterhin auch Kind sein darf! 

In diesem Sinne, springen wir weiterhin über Bäche, bewahren wir uns unsere Leichtigkeit, unsere Träume, denn ohne sie sind wir wohl "nur" erwachsen. 

Eure,










Montag, 25. Januar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #32 Generation "Lush"

Guten Morgen ihr Lieben, 

Ich habe mich die Tage vermehrt über meine Kindheit Gedanken gemacht. 

Als Kind habe ich mich wahnsinnig über eine neue Puppe gefreut, über ein Fahrrad oder den geplanten Familienausflug. Alles schien so wertvoll, und die kleine Barbie, die man nun in den Händen hielt, war DER Mittelpunkt des Lebens. Man hegte und pflegte sie, kaufte ihr Kleider, und irgendwann bot man sie sogar stolz als Geschenk der großen Schwester für die Nichte an. Fragt man dann nach zwei Wochen was aus der geliebten "Püppi" geworden ist, so bekommt man als trockene Antwort, "kaputt."

Wut überkam mich! Ein für mich so kostbarer Gegenstand wurde mal so eben innerhalb von wenigen Tagen achtlos zerstört. Mittlerweile ist mir diese Situation leider mehrfach passiert, was zur Folge hatte, dass ich keine Lust mehr hatte meinen Nichten und Neffen überhaupt etwas zu schenken. Hörte ich mich um, bekam ich als Reaktion auf meine Erfahrung. "Ja, das ist unsere Generation." Wirklich? Die Menschen werden in paar  Jahrzehnten mit uns verbinden, dass wir eine Wegwerf-Gesellschaft waren? Leider ja.

Rückblick
Die 1960iger waren bestimmt von Freiheitsgedanken in jeglicher Hinsicht und dem Bemühen um Frieden. "Flower Power, Peace and Happiness," waren das Motto. Die 90iger Jahre waren politisch brisant und geprägt von Gedanken der Wiedervereinigung und Musik wie Techno und Grunge. Tja, und das Jahr 2000 bis heute? Der Beginn eines neuen Jahrtausends sollte doch sinngemäß für etwas Neues stehen, oder...? 

Generation "Satt?"
Mittlerweile habe ich die berechtigte Befürchtung, dass unsere Generation im Gedächtnis der Menschen, als die Wegwerf- oder die Übersättigte Generation endet. Wir leben im Überfluss und konsumieren vielmehr als es die Menschen noch vor 10-20 Jahren taten, wir kaufen um des Kaufen willen und wissen oft am Ende nichts damit anzufangen. Es wird gerade im Lebensmittelbereich immer weniger Wert auf Qualität gelegt. Wenn etwas kaputt geht oder einen Makel aufweist wollen wir es umtauschen, gegen etwas neues Unversehrtes oder wie so oft landet das Produkt im Müll. Brote werden nach einem Tag lieber entsorgt, anstatt sie an wohltätige Einrichtungen zu geben, oder zu einem günstigeren Preis zu verkaufen. Die neueste Handtasche verliert sofort ihren Reiz, sobald man ein anderes Modell für sich auserkoren hat. Schaue, ich mir an, wie viele Kosmetikprodukte ich mittlerweile "horte," so erkenne ich ganz klar einen Trend. Hauptsache erstmal haben!


Und die Liebe?
Leider zieht dieses Verhalten unweigerlich Folgen nach sich, welche auch in anderen Lebensbereichen weiter um sich greift. Denn auch die Art und Weise Beziehungen zu führen, hat sich in den Jahren stark verändert. Die Erwartungen an unseren Lebenspartner steigen und selbst Internetportale, die den ideal passenden Traumpartner versprechen, haben immer mehr Schwierigkeiten ihn auch zu finden. Denn wir wollen keine Frösche mehr küssen, um herauszufinden ob er sich eventuell als unser Märchenprinz entpuppt, wir wollen ihn sofort ohne Umwege und so schnell wie es ein Mausklick erlaubt. Die Liebe wird zu einem Konsumgut, das sich gewinnbringend vermarkten lässt. Ratgeberzeitschriften, Modemagazine, und Filme beeinflussen uns und gauckeln uns vor, Du musst nur ein paar Dinge beachten und schon findest Du den Mann Deiner Träume. Es wird die Illusion vermittelt, dass wenn man versucht in jeder Hinsicht perfekt zu werden, sei es super schlank, super schön, super schlau und auch noch super witzig, man sich auf diese Art und Weise Liebe verdienen kann. Ist die Liebe mittlerweile ein Preis, den es zu gewinnen gilt? 

Auf der anderen Seite erstaunt es mich immer mehr wie viele Menschen bereit sind aus dem "Projekt" Beziehung, bei der kleinsten Schwierigkeit lieber wieder Auszugsteigen und sich auf das sich ewig drehende Single-Karussell zu begeben. Das Haltbarkeitsdatum von Beziehungen scheint sich immer mehr dem von Lebensmitteln anzunähern. Woran liegt es, dass sich die Scheidungsrate im Vergleich zu früher verdoppelt hat, mit steigender Tendenz? Ist in der zunehmenden Individualisierung und Emanzipation der Grund zu finden? Oder ist die Antwort unserer Konsumverhalten, dass wir mittlerweile "fehlerhafte" Partner wie technische Geräte einfach weg werfen oder sie gegen jemand neuen umtauschen. Die Liebe scheint irgendwie nicht gut in der Kosten-Nutzen-Kalkulation des Lebens weg zukommen, da die wenigsten bereit Mühe und Zeit zu investieren, um zu versuchen die Beziehung zu reparieren oder sich gegebenenfalls mit den Macke des anderen zu arrangieren.

Aber was ist mit der Idee den anderen um seiner selbst willen zu lieben? Warum ist die Generation unserer Großeltern nach so vielen Jahren noch immer verheiratet, trotz schlimmer Umstände wie den 2. Weltkrieg, Vergewaltigungen und Armut? Sind die Möglichkeiten sich aus dem Eheversprechen zu befreien schon fast zu alltäglich geworden? Sind (Lebens)-Partner mittlerweile Massenware geworden, sodass auf gute Qualität sprich auf wirkliche Kompatibilität zweier Menschen weniger wert gelegt wird? Streitet man sich lieber wegen offen gelassener Kühlschranktüren und trennt sich wegen nicht weg sortierten Socken? Sind wir vor lauter Selbstverwirklichungsdrang und Unabhängigkeitsgefühl überhaupt noch bereit die Wünsche und Bedürfnisse eines anderen über die eigenen zu stellen? Oder es heißt es nur noch, erst komme ich und dann lange gar nichts? Ich glaube auf unserer verzweifelten Suche nach der Liebe unseres Lebens, gehen wir so viele Affären, Beziehungen und andere zwischenmenschliche Experimente ein, dass die Liebe unweigerlich auf der Strecke bleibt, wie liegengelassener Müll am Wegesrand. 

Es gibt natürlich kein Rezept für die Liebe, und für Beziehungen schon gar nicht! Auch möchte ich euch keine gut gemeinten Ratschläge über euer Konsumverhalten geben. Ich möchte euch nur ein bisschen zum Nachdenken anregen, ob es nicht besser angebracht wäre Dinge zu pflegen und bevor wir etwas wegschmeißen genauer hinzusehen und zu schauen ob sich vielleicht nicht doch etwas retten lässt.

Bleibt nachdenklich! Eine schöne Woche, wünsche ich euch!

Eure, 



Montag, 18. Januar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #31 to be offline, - the new luxury?




"Was, Du hast keinen Snapchat - Account?" 
Ungläubig werde ich mit zwei großen Augen angeschaut. Es scheint, als hätte ich eine neueste bahnbrechende Erfindung wie das Smartphone einfach mal so eben verpasst. 

Snapchat, Instagram, Facebook, Twitter. Überall wollen wir Menschen vernetzt sein. Unser Leben mit anderen teilen, Aufmerksamkeit für unsere Taten erhalten, oder einfach nur den eigenen Narzissmus frönen.

Schaut man auf Plattformen wie Facebook, werden hier jegliche Ereignisse und Errungenschaften öffentlich zur Schau gestellt, ohne scheinbar über die Intimsphäre nachzudenken. So frage ich mich, ob es meinen Kindern wohl gefallen würde, dass die ganze Welt zusehen könnte, wie sie aufwachsen, ihren Geburtstag feiern oder Freunde finden? Die Welt kann sich ein nicht-öffentliches Leben gar nicht mehr vorstellen, reagiert aber, wenn andere ihr "ach so, geheimes Leben" überwachen könnte. 

Und ja, auch ICH kann mir ein Leben ohne Computer und Internet nicht mehr vorstellen! Meine Tage im Büro verbringe ich vor dem Computer und ohne Internet könnte ich meinen Job nicht erledigen. Meinen Blog würde es ohne Internet nicht geben und ich liebe es einfach andere Blogs nach tollen Beiträgen zu durchforsten oder selbst Beiträge zu verfassen. Ich mag es mit lieben Bloggerinnen zu schreiben oder Erfahrungen auszutauschen. 

Doch in den letzten Wochen hat sich das irgendwie geändert. Ich bin abends auf der Couch viel lieber Mal offline und lasse mich nur vor dem Fernseher "berieseln," ohne auf der Suche nach neuer Inspiration zu sein, ohne die neusten Gerüchte zu erfahren und auch ohne virtuelle Warenkörbe zu befüllen. Ich mag es mittlerweile einfach auch mal nur an mich zu denken, auf meine innerste Stimme zu hören, die schreit: "Ich will Aufmerksamkeit!" 
Und es tut mir gut. 

Denn, - eines ist auch klar, immer erreichbar zu sein, nimmt uns Zeit und Kraft für andere wichtige Dinge. Die Familie, Freunde, das eigene Wohlbefinden. Denke ich zurück, habe ich früher oftmals freie Zeit genutzt, um zu zeichnen, zu lesen oder mich ausgiebig mit Masken und Töpfchen zu verwöhnen. Zeit, die mir nun oftmals fehlt.

Doch darf ich als Blogger wirklich ein paar Tage oder sogar Wochen offline sein? Muss ich nicht jeden Trend mitmachen, weil das meine Leser von mir erwarten? Gerade als Blogger steht man doch unter diesem Druck, immer präsent zu sein...

Was meint ihr also? Ist "offline zu sein," der neue Luxus?

P.S. 
Der Montag ist seit einiger Zeit fest für meine Gedanken und Kopfsachen reserviert. Ich habe auf diversen Blogs gelesen, dass solche tiefgründigen Artikel scheinbar aber nicht so gut ankommen. Ich muss sagen, dass war mir bisher so ziemlich egal. Denn ich gebe euch gerne einen Einblick in meinen Kopf und Gedankenwelt und finde auch gerade Blogger, können und sollten sozialkritische Themen viel besser in die Welt tragen. 
Natürlich interessiert mich aber auch hierzu eure Meinung, also bitte seit ehrlich!

xoxo, 


Montag, 11. Januar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #30 Isolation?



Guten Morgen ihr Lieben,

1991, irgendein Nachmittag in meinem Dorf.

Wir WAREN zwar nicht die Kinder aus Bullerbü oder Michel aus Lönneberga, aber wir FÜHLTEN uns zumindest wie Lasse, Bosse, Michel und Co. Wir spielten auf dem Acker nebenan, sammelten Steine, sprangen über Bäche, sammelten Nüsse im Wald. Wir bauten gemeinsam Iglos und teilten unsere Geheimnisse. Wir waren unzertrennlich in den wenigen Jahren in denen wir uns eine Straße teilten. Wir klingelten Sturm um den anderen herauszulocken und hätten den letzten Lego-Baustein füreinander gegeben. Meine Nachbarskinder und ich, - WIR waren eine eingeschworene Bande.

Aber was bedeutet das Wort „Nachbarschaft“ überhaupt heute noch? 
Meldungen wie der Tod eines alten Mannes, der erst nach Wochen tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde, erfüllen mich mit Mitgefühl und Unverständnis. Niemand achtet mehr auf den anderen Mitbewohner. Wir ziehen um, wechseln Anschriften, nehmen Pakete an, um sie dem Nachbarn vor die Tür zu legen, sehen Nachbarn Kisten ein- und auspacken. Man kennt nur noch einen Bruchteil der Bewohner seines Hauses und diesem kleinen Teil sage ich auch bald schon wieder „Auf Wiedersehen!“ Immer getreu dem Motto: "Das Leben der Anderen."

Dabei teilen wir uns über Jahre Decke und Boden, leben Wand an Wand. Doch die einzig wirkliche Intimität die wir uns teilen, wird immer nur die Leine des Wäschekellers bleiben. Irgendwie seltsam, diese fehlende Nähe, trotzdem uns das fehlende Päckchen Backpulver um den lang ersehnten Backsonntag bringt. Einfach mal nebenan klingeln? Macht man das überhaupt noch?

Anonymität.
Internet, Smartphone, oder Tablett, all das vermittelt doch nur eines, - keinen persönlichen Kontakt zum Gegenüber, dafür aber jede Facette des Lebens offen dargelegt. Möchte man etwas von seinen Mitmenschen oder Nachbarn wissen, "googelt" man sie einfach. Wann nur ist diese Welt so Gefühlskalt und fremd geworden? Ich wohne direkt neben einer Schule und einem naheliegenden Spielplatz. Aber was glaubt ihr, wie oft ich spielende Kinder sehe ...?

Die Menschen isolieren sich zunehmend, leben nur noch für sich selbst. Mehr und mehr vereinsamen wir und enden wie der erwähnte alte Mann oder wie es in einem Lied von Reinhard Mey heißt:

"Der alte Mann am Fenster gegenüber
ist nicht mehr da, jetzt ist das Zimmer leer.
Ganz unwillkürlich geht mein Blick hinüber,
das ich ihn sah, wie lang ist das jetzt her?
Zwei steingraue, teilnahmslose Gestalten
trugen ihn heute Morgen aus dem Haus."

Wann habt ihr mit euren Nachbarn zuletzt ein Wort gewechselt? Zeit es einmal wieder zu tun?

Eure,

Montag, 4. Januar 2016

A hurricane: Monday Thoughts #29 10 Ways to stay happy




Guten Morgen ihr lieben Menschen,

Es ist schon wieder Montag und damit für viele der Urlaub vorbei. Die Arbeit ruft wieder einmal unerbittlich zum Appell. Der Schreibtisch ist wahrscheinlich noch voll mit liegen gelassener Arbeit. Pünktlich Feierabend erst einmal ade'. Die guten Vorsätze über mehr Zeit für sich sind spätestens in ein paar Wochen dahin. Gerade in solchen Momenten müssen wir uns oftmals zusammenreißen, um nicht unglücklich und mutlos zu werden.

Ich möchte euch daher einige meiner Tipps geben, in der Hoffnung das es euch in einigen Punkten vielleicht genauso gut hilft wie mir. Bestimmt habt ihr den einen oder anderen Punkt schon einmal gelesen. Sollte aber ein neuer Ratschlag dabei sein, so würde ich mich sehr freuen. Ansonsten möchte ich euch den einen oder anderen Gedanken einfach nur wieder ins Gedächtnis rufen, denn im Endeffekt muss jeder für sich selbst erkennen, was einem in solchen Situationen gut tut.

1. Schafft euch in eurem Kopf einen Rückzugsort. 
Stress, Ärger und Wut nehmen wieder mal überhand? Dann solltet ihr einen Moment innehalten und euch geistig in einen Wohlfühlort eurer Wahl zurückziehen. Eine Blumenwiese, ein Strand, oder eine Erinnerung eurer Kindheit. Wichtig ist, nehmt euch diesen Moment Auszeit, ob mit geschlossenen Augen, auf der Toilette oder in der Bahn.

2. Frische Luft tut manchmal Wunder! 
Frische Luft und vor allem Sonne oder Licht geben euch neue Kraft zurück und setzen bekanntlich Endorphine frei. Laufsport an der frischen Luft wirkt besonders anregend auf die Endorphin-Produktion. Schon 30 Minuten Ausdauersport oder zügiges Walking regen den Kreislauf an und sorgen zusammen mit dem Tageslicht für ein intensives Glücksgefühl, das viele Stunden anhält. Geht alsoo häufig raus an die frische Luft. Besonders in der freien Natur oder im Wald wird die Psyche zusätzlich stimuliert.

3. Besinnt euch auf das Wesentliche! 
Schreib Dir in einer ruhigen Minute auf, was Dir wirklich wichtig ist.

• Wer ist Dir wichtig?
• Wonach sehnst Du Dich?
• Worauf kannst Du auf keinen Fall verzichten?
• Womit beschäftigst Du Dich am liebsten?
• Wann und wo fühlst Du Dich so richtig wohl?


Lies Dir Deine Antworten immer wieder durch, um im Blick zu behalten, was Dir wirklich gut tut. Gerade all die Aufgaben, die Du täglich vor Dir herschiebst (vor allem auch dann, wenn andere sie Dir aufgedrückt haben), blockieren Dich am Ende bei dem, was Du wirklich möchtest. Und wenn dann etwas liegen bleibt, bekommst Du Stress. Denn am Ende wir sehen nicht das, was wir bereits alles erledigt haben, sondern nur das, was noch vor uns liegt.


4. Ausreichend schlafen! 
Wer zu wenig Schlaf bekommt, ist schlecht gelaunt und unausgeglichen. Wichtig: Verlass daher Deinen Arbeitsplatz pünktlich (Du bist schließlich auch pünktlich gekommen)! 

5. Beschäftigt euch mit Dingen die EUCH Spaß machen.
Hört bereits morgens im Bad oder Zug eure Lieblingsmusik, singt laut mit (zumindest zu Hause :)) und plant bereits am Morgen Dinge die ihr abends machen möchtet. Ihr esst gerne Schokolade? Wunderbar. Zumindest dunkle Schokolade ist in Maßen durchaus vertretbar und sorgen für viele Glückshormone.

6. Umgebt euch mit Menschen, die wirklich gut für euch sind. 
Ein sog. "Energieräuber" taucht in vielerlei Formen auf: als Kollege, der gern mal seine Arbeit auf Dich abwälzt, weil er „so wahnsinnig im Stress ist und Du doch so kompetent bist“, als freundliche Nachbarin, die Dir so ganz nebenbei und gerne mehrmals wöchentlich ihre Kinder aufs Auge drückt (und dann selbst zum Joggen geht), oder als Verwandte, die zufällig in der Nähe waren und „mal schnell“ auf einen Kaffee vorbeihuschen wollten.

• Ein Zeiträuber fragt selten nach Dir und hört Dir auch nur selten zu.
• Ein Zeiträuber bittet Dich regelmäßig um kleine und große Gefallen, gibt aber nichts zurück.
• Ein Zeiträuber lädt sich selbst gern mal zum Essen ein, selbstverständlich ohne Gegeneinladung.
• Ein Zeiträuber leiht sich etwas aus und gibt es nie mehr zurück.

Kommt Dir das bekannt vor? Dann wird es Zeit, diesen Energieräubern aus dem Weg zu gehen, denn die für sie verschwendete Zeit könntest Du so toll für Dich selbst nutzen.

7. Erfreut euch auch mal an Kleinigkeiten.
Ein Erfolg in der Schule, oder im Job, ein neuer Lippenstift. All das sind Dinge über die man sich ruhig etwas mehr freuen darf. Leider sind wir Menschen immer sehr unzufrieden mit uns selbst und freuen uns viel zu wenig über kleinere Erfolge oder Errungenschaften. Warum das nicht ändern?

8. Seid nett zu anderen Menschen.
Wer seinem Gegenüber freundlich zulächelt oder der Verkäuferin einen schönen Tag wünscht, wird schnell merken, dass dies uns zufriedener macht. Warum ist das so? Weil wir Menschen grundsätzlich ein friedfertiges Völkchen sind und die positive Reaktion auf ein bisschen Freundlichkeit uns zufriedener macht. 

9. Lächeln!
“Lächeln ist das Kleingeld des Glücks”, sagte einst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann. Grundlos lächeln ist Quatsch? Quatsch! Lächeln macht glücklich – unabhängig davon, ob wir wirklich einen Grund zur Freude haben. Es verlängert unser Leben und steckt an. Welche Ausrede haben wir also noch um ernst drein zu blicken?

10. Think positiv!
Wer seinen Tag mit einer positiven Einstellung startet, wird ihn auch so beenden.

• Trag Dir fortan Deine Pausenzeiten bereits am Sonntag für die ganze Woche im Kalender ein.
• Verzichte während Deiner Pausen aufs Telefonieren oder Surfen im Internet.
• Genieß die Ruhe und das Nichtstun.
• Plane einmal pro Woche einen ganzen oder halben Ruhetag ein: Dieser Tag gehört ausschließlich Dir, Deiner Familie und Deinen Hobbys.


"Die hat ja gut reden," werdet ihr euch jetzt denken, schließlich habe ich noch ein paar Tage frei. :) Ein Friseurbesuch und DM Shopping stehen heute nur an. Da ich aber weiß, wie man sich an manchen Tagen fühlt, wollte ich euch dennoch ein wenig durch diesen Tag helfen. Ich hoffe sehr, es ist mir gelungen. 

Einen schönen und stressfreien Start in die neue Arbeitswoche wünsche ich euch. ♥


Montag, 21. Dezember 2015

A hurricane: Monday Thoughts #28 Blogger & Christmas?









Hallo ihr Lieben,

ich weiß ich mache mir zu viele Gedanken, aber mich beschäftigt seit einiger Zeit ein Thema. Das Thema "Blogger und Weihnachten."

Schon im Monat November beginnen auf allen Blogs Themen, wie "Bloggerwichteln," "das perfekte Weihnachts-Make-up" und natürlich "Gewinnspiele." Teure PR-Samples werden nur so um sich geworfen, und man wird irgendwie den Eindruck nicht los, dass die Vorweihnachtszeit zumindest für viele Blogger eine Geschenke-Industrie geworden ist. Für viele kleine Blogs könnte dies jedoch echt frustrierend sein, weil man vielleicht nicht die Möglichkeit hat, seine treuen Leser mit vielen tollen Beauty-Produkten zu beschenken.

Also frage ich mich, warum die Weihnachtszeit zumindest in Hinblick auf uns Blogger nicht viel lieber eine Zeit des Besinnens, des Zusammenrückens und des Genießens ist?

Nun habe ich gerade aktuell vor Weihnachten sehr wenig Zeit. Wenn ich dann abends noch Zeit finde, mir einige Blogs anzuschauen, möchte ich dann viel lieber etwas von EUCH Bloggern lesen. Wie verbringt ihr Heiligabend, wie wäre es mit einem Bloggerevent, wo man gemeinsam Kekse backt oder über den Weihnachtsmarkt schlendert, wie sieht euer Weihnachtsessen aus, das perfekt eingepackte Geschenk usw. Solche Themen stimmen mich weihnachtlich und nicht das X-te Gewinnspiel der Marke XY. Natürlich hat auch Weihnachten etwas mit beschenken und Freude teilen zu tun. Ich empfinde es aktuell nur als sehr viel, was sich da auf den Blogs tummelt.

Genug gemeckert. Ich weiß es ist nicht immer einfach seinen Blog mit Leben zu füllen und auch das Thema "Schenken" ist ja durchaus lobenswert. Ich möchte nur einfach ein wenig zum Denken anregen, vielleicht wird nächstes Weihnachten ja ein wenig, - wie soll ich sagen, persönlicher...?


Ich wünsche euch ein wundervolles Fest! Genießt die ruhigen Momente um Kraft zu tanken, um die Zeit mit euren Liebsten zu verbringen und einen gesunden Start in ein neues aufregendes Jahr! Sprich, lasst es euch einfach gutgehen! :)
Eure,







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