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Sonntag, 30. November 2014

A hurricane: Beautiful or what?


Christina Aguilera - Beautiful 





DAS IDEAL DER SCHÖNHEIT

Gedanken über Idole, Sehnsüchte und den perfekten Körper


Wir beschäftigen uns jeden Tag mit dem Thema "Schönheit."
Jeden Tag wenn wir im Spiegel unser Aussehen prüfen, ein Selfie auf diversen Netzwerken hochladen, oder nur mal einen neuen Lippenstift kaufen. Auf  YouTube kursieren zig Videos rund um den perfekten Lidstrich, wie man das Beste aus sich herausholt und jede Menge Beautytipps und Beauty Produkte, die uns schöner machen sollen.
Das Thema Schönheit ist uns eben all gegenwärtig. Doch schön zu sein, ist soviel mehr, als nur Make-up, Mode oder Frisuren. Kann beispielsweise ein Mensch für uns schön sein, wo wir wissen, er ist ein bekannter Massenmörder, oder Tierquäler? Wohl nicht. Und wer legt überhaupt die Messlatte fest ob jemand für uns schön ist?

Keine Angst, ich werde nicht mit heutigen Studien kommen oder Gleichungen aufstellen á la Nofretete! :-) Meine Gedanken kreisen um dieses Thema seitdem es im Fernsehen eine seltsame Reality-Show gibt, wo sich Paare kennen lernen ohne das wahre Gesicht des anderen zu kennen? Kann das funktionieren, habe ich mich da gefragt? Legen wir Menschen doch so viel Wert auf unser Äußeres...

Hier komme ich zu meiner Theorie. Jeder Mensch empfindet "Gott sei Dank" Schönheit komplett anders. Bei einem aber sind sich die Meisten einig: Ein gesundes Maß an Pflege, ein nettes Lächeln und hübsches Gesicht sind für viele wichtiger als Kleidergröße 34 und eine Körbchengröße C. Auch wenn viele ein Schönheitsideal haben und dieses auch durchaus verfolgen, so kenne ich eine Menge Menschen in meinem Bekanntenkreis, die im Endeffekt das Gegenteil von diesem Ideal als Ihren Traumpartner bezeichnen und sich in solche verlieben. Warum ist das so? Bestimmt haben viele der Gegenüber einfach durch viel wichtigere, - ja sogar attraktivere Eigenschaften überzeugt, so das auf einmal die Haarfarbe oder Größe in den Hintergrund gerückt sind. Also ist das Äußerliche wenn es darauf ankommt,  wohl doch nicht das Entscheidende? Was gilt eigentlich für uns als schön?


Das Schönheitsideal

Schönheitsideale haben uns schon immer geprägt. Ob Korsetts, sehr dünn, oder Kurvige Models. Schon immer versuchte man das Ideal Bild einer Frau oder des Mannes für die Allgemeinheit festzulegen. Heute ist es nicht mehr so leicht ein einziges Schönheitsideal zu finden. Klare Richtlinien haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr aufgelöst. Oft gingen die Vorstellungen ins Extreme und wurden dafür sowohl verehrt als auch kritisiert. Plötzlich wurde das vermeintlich Hässliche schön. Ein besonders radikales Beispiel ist z. B. der Heroin Chic Mitte der 90er Jahre, allem voran Kate Moss. Oft wird er für den bis heute anhaltenden Magerwahn in der Mode verantwortlich gemacht. Doch bei einem Blick zurück auf die Geschichte der Mode und ihrer Schönheitsideale seit Anfang des letzten Jahrhunderts wird deutlich, dass es keinesfalls stets nur die gesunden weiblichen Frauen waren, die bewundert wurden.

Extrem schlank zu sein gilt als gesund. Extrem schlank zu sein, gilt als schön. Was früher ein Zeichen von mangelnder Ernährung war, gilt bei vielen immer noch als Schönheitsideal. Ich erinnere mich an einen Satz von Heidi Klum in Ihrer Sendung, wo sie einem normal gebauten Mädchen den Rat gab Diät zu halten um in ihrer Sendung voranzukommen. Wtf?
Ausstrahlung, Persönlichkeit und innere Werte werden scheinbar nur noch zweitrangig Beachtung geschenkt. Dabei sind sich sowohl Frauen wie Männer grundsätzlich einig: Frauen brauchen Kurven. Die Mehrheit der Frauen sind weit entfernt von Size Zero,  werden aber immer noch tagtäglich von meist männlichen Designern in eine solche Form gepresst.

Unsere Schlankheitsvorstellungen sind - trotz aller Bemühungen - mit unserem tatsächlichen Aussehen meist nämlich nicht in Einklang zu bringen. Wir sind eben keine beliebig form- und auswechselbaren "Modellpuppen". Wir sollten erkennen, dass unsere Figur mit ihren individuellen Proportionen nicht über das Erreichen eines bestimmten Körpergewichts zu manipulieren ist. Ein niedriges Körpergewicht garantiert nicht automatisch die Traumfigur. Es wäre schön, wenn die ansonsten so kritische Gesellschaft auch das Schlankheitsdiktat hinterfragen würde und die Menschen nicht nur nach ihren (schlanken) Körperformen beurteilt. Gibt es statt des Strebens nach Schlankheit nicht effektivere Wege für ein gesundes Selbstbewusstsein? Denn ob dick oder dünn, Frau oder Mann: Jeder ist auf seine Weise schön und hat weit mehr vorzuweisen als nur ein äußeres Erscheinungsbild.


Mittlerweile wehrt man sich wieder gegen die Entwicklung der extremen dünnen Models. Dove und andere Marken haben es bereits vorgemacht. Normal zu sein ist wieder schön. Kurvige schöne Frauen zieren die Zeitschriften und Werbetafeln. Blogs sind voll von tollen und attraktiven kurvigen Frauen mit Tipps zum Thema Mode und Make-up. Persönlichkeit wird wieder wichtiger als ein anonymer dürrer Körper, der die Kleidung zwar in den Vordergrund rückt, ihr jedoch keine Ausstrahlung verleiht. Die ist es jedoch, die ein Schönheitsideal ausmacht.

Ein ganzheitliches Ideal wird seit einigen Jahren auch von Stars wie Gwyneth Paltrow, Madonna oder Jennifer Aniston gelebt. Yoga, Meditation und gesundes, oft biologisches Essen sind mittlerweile weitverbreitete Wege zur inneren Balance. Dazu gehört natürlich auch ein gesunder Körper. Gesund ja, aber nicht krankhaft dürr.

Schönheitsideale schwanken im Laufe der Zeit mit Wirtschaft, Politik und dem Diktat der Modemagazine. Aber nur die Frauen, die bei sich selbst bleiben und selbstbewusst zu ihren Stärken und Schwächen stehen, faszinieren und inspirieren die Menschen wirklich. Mit Amber Vallettas Worten: „Schönheit bedeutet die beste von sich selbst zu sein. Es ist Humor. Es ist Stil. Es sind die kleinen Besonderheiten, die jemanden einzigartig und schön machen.“

Äußere Schönheit

Es gibt eine innere und eine äußere Schönheit. Das ist unbestritten. Wenn man sich mit der äußeren Schönheit befasst, wird man oft als oberflächlich und dumm abgestempelt. Warum ist das eigentlich so? Weil nur die innere Schönheit zählt?

Ich finde, beide zählen! Idealerweise geht die innere mit der äußeren Schönheit einher. Natürlich sind Intelligenz, Wissen, Charakter, Charisma, Humor, Treue, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Lebensweisheit absolut erstrebenswerte Eigenschaften. Ein Mensch, der diese Eigenschaften hat bzw. zumindest versucht, all das umzusetzen, ist sicherlich schon so super interessant und bemerkenswert.

Trotzdem sind wir Menschen mit verschiedenen Sinnen ausgestattet worden: Sehen, Hören, Riechen, Gleichgewicht, Schmecken und Fühlen. Und normalerweise sieht man sich irgendwann zum ersten Mal (es sei denn, man lernt sich über das Internet und das Schreiben kennen, aber das klammern wir mal aus, denn selbst dann muss man sich irgendwann "zu erkennen geben"). Also, aller meistens ist die Optik die erste Kontaktaufnahme. Man sieht sich zum ersten Mal. Und in diesen ersten Sekunden findet eine unbewusste Beurteilung statt. Da weiß man noch gar nichts über den Charakter.

Außerdem - und auch das ist ein riesiges Themengebiet - gibt es die Schönheitsbemühungen schon seit Anbeginn der Menschheit. Das alte Ägypten war eine der ersten Hochkulturen: es war ein Streben nach Vollkommenheit - zusammengesetzt aus körperlicher Schönheit und innerer Schönheit, um den Göttern gleichzukommen. Sogar nach dem Tod wurden die Menschen einbalsamiert und demnach "schön gemacht", es steckt also auf jeden Fall sehr viel mehr dahinter als plumpe Oberflächlichkeit.

Schon in der Antike wurde Wert auf schöne Schmuckstücke und kunstvolle Frisuren gelegt. Die ersten Kosmetika in Form von in Asche getauchten Zweigen, oder Lippen Farben durch aufgelöste Mineralien waren geboren. Die Römer bauten Therme und Badehäuser und später im Barock gab es üppige Kleider und Mieder und Perücken. Die menschliche Kultur und Entwicklung wurde schon immer durch die sogenannten "Äußerlichkeiten" geprägt. Sie gehören einfach dazu.

Ich sage nicht, dass sie ausschlaggebend sind, aber auf jeden Fall abrundend und ergänzend für jede Persönlichkeit. Jeder noch so intelligente, außergewöhnlich begabte, Gutes tuende Mensch profitiert auch von einer äußereren Schönheit. Weil wir Menschen nun mal sehen können. Wenn wir das nicht tun sollten, hätten wir diesen Sinn nicht erhalten.



Ich persönlich finde Kate Hudson oder Sienna Miller zum Beispiel unglaublich hübsch, aufgrund dieses wundervollen ansteckenden Lächelns, welches mich immer wieder abholt.


Innere Schönheit

Innere Werte lassen uns einen Menschen schätzen und lieben. Was anfangs Verliebtheit ist aufgrund der äußeren Erscheinung, entwickelt sich zu Liebe. Umgekehrt geht dies genauso: Jemand kann der bestaussehende Mensch auf Erden sein. Mit einem schlechten Charakter werden wir uns wohl kaum lange mit ihm beschäftigen.


Also, die Grundvoraussetzung ist die innere Schönheit, keine Frage. Sie ist sozusagen der Kern, die Mitte. Aber ohne adäquates Drumherum verliert sie einfach an Aussagekraft. Ein gepflegtes und attraktives Äußeres ist kein blöder oberflächlicher Luxuskram, sondern gehört genauso dazu. (Wenn es nach mir ginge, müssten auch alle Menschen zusätzlich gut riechen, aber man kann ja nicht alles haben..).



Lasst uns doch an dem arbeiten, zu dem wir alle gedacht sind:

Wertvolle, einzigartige, intellektuelle und attraktive Menschen! Mit Energie, Ausstrahlung, Charme und Schönheit. Nicht einer Eigenschaft weniger! Mir gefällt dieser Gedanke!
 
Äußere Schönheit lässt uns einen Menschen bewundern, innere Schönheit lässt uns einen Menschen lieben.




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